Opuntienspinne

1. Juni 2016

Koloniebewohner der Feigenkakteen

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„araña de la tunera“

 

Opuntienspinne

Cyrtophora citricola

 

Hier hat eindeutig das bis zu 3,5-mal so grosse Weibchen das Sagen — entwischt das kleine Männchen nicht rasch genug, wird es nach der Paarung verzehrt. 

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Die aus den Tropen und Subtropen, Asiens und Amerikas stammende Opuntienspinne fand ihren Weg auch in die sonnigen und warmen Gebiete Europas

arana-de-tunera-opuntienspinne-cyrtophora-citricola-hembra-redDort ist sie im Mittelmeerraum, auf Madeira und den Kanarische Inseln anzutreffen.

Mit wissenschaftlichem Namen heisst sie Cyrtophora citricola.

Die Opuntienspinne gehört zu den Radnetzspinnen und ist eine Meisterin der Webkunst.

Auf La Palma findet man sie ihrem Namen entsprechend über-wiegend in den Feigenkakteen, den Opuntien.

arana-de-tunera-opuntienspinne-cyrtophora-citricola-presa-abejaDie Färbung dieser Spinnen kann sehr unterschiedlich sein.

Von durchgehend braun bis zu einem auffälligen schwarz-weiss.

Bei den adulten Weibchen sind deutlich sechs dornartige Vorwölbungen, die sich wie kleine Buckel vom Rücken abheben, zu erkennen.

Ihre Netze sind geniale Konstruktionen, an denen sie mehrere Nächte arbeiten

arana-de-tunera-opuntienspinne-cyrtophora-citricola-redDie Netzdecke wird von unzähligen Stolperfäden überzogen, mit Verstärkungsfäden befestigt und eine Fangspirale „serviert“ der „araña de la tunera“ ihre Beute.

Sie selbst verbirgt sich in der trichterförmig hochgezogenen Netzdecke.

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Die überwiegend geflügelten Insekten werden mit Stolperfäden zum Absturz auf die Netzdecke gebracht. Alle Fäden sind sehr stark. Auch für Schmetterlinge stellen sie eine Falle dar und selbst kleine Vögel, wie der Zilpzalp, können sich darin verheddern und müssen sich mächtig anstrengen, um wieder herauszukommen.

Durch die Fangspirale ergreift die Opuntienspinne die Beute von unten, wickelt sie und nimmt sie mit in ihren Schlupfwinkel, um in Ruhe zu fressen.

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Die „arañas de tunera“ leben in losen Kolonien in den stacheligen Opuntien

arana-de-tunera-opuntienspinne-cyrtophora-citricola-hembra-cocon-tejiendoarana-de-tunera-opuntienspinne-cyrtophora-citricola-envuelve-presaZur Paarungszeit nähern sich die nur 2-4 mm kleinen Männchen den viel grösseren Weibchen.

Diese erreichen eine Grösse von 10-15 mm. Um nicht mit Beutetieren verwechselt zu werden, sendet das Männchen Signale über die Fäden und nach der Paarung muss es schleunigst wieder verschwinden, um nicht doch noch gefressen zu werden.

arana-de-tunera-opuntienspinne-cyrtophora-citricola-coconDie Weibchen pflegen und bewachen die Eikokons, die sie im Laufe des Sommers nach und nach anlegen.

Im Frühling schlüpfen die Jungspinnen und von Juli bis Februar sind die meisten erwachsenen Spinnen zu beobachten.

Fotos: Ines Dietrich

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