Feuerschnabel

21. März 2018

Blüten wie kleine Flämmchen

"pico de fuego"

 

Feuer-Hornklee (eigentlich Feuerschnabel)
Lotus pyranthus

 

Dieser sehr seltene palmerische Endemit züngelt zur Blütezeit leuchtend rot im lichten Kiefernwald – doch nur im Schutzgebiet!

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Eingezäunt um zu überleben

Das natürliche Vorkommen des Pico de Fuego beschränkt sich weltweit nur auf die Insel La Palma.

Auch hier existiert er nur noch an vier Stellen. Zwei davon befinden sich im Parque Natural de Las Nieves im lichten Kiefernwald.

Kaninchen, Ratten, Ziegen, Schafe, Arruis, Waldbrände und auch der Einfluss des Menschen sind schuld an der misslichen Lage dieses Schmetterlingsblütengewächses.

Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den seltenen Lotus als vom Aussterben bedroht erklärt.

Um das Überleben und die Verstärkung der Population zu gewährleisten, hat die Inselregierung Cabildo Insular de La Palma Schutzbereiche zur Bestanderhaltungs und -aufstockung angelegt.

Eines liegt im Gebiet von Marcos y Cordero und das andere auf dem Weg von der Ostseite hinauf zum Roque de Los Muchachos.

Der Feuer-Hornklee ist ein Bodendecker, der eine Höhe von 10 – 50 cm erreicht.

Seine nur 1 – 1,5 cm schmallänglichen Blättchen sind von graugrüner Färbung. Besonders auffallend sind die zwittrigen, leuchtend orangeroten Blüten, die sich je nach Witterung und Standort ca. von Februar bis Juli öffnen.

Die Fruchtbildung erfolgt ca. Juli – August.

Die Pflanze vermehrt sich durch Samen.

Diese können scheinbar lange im Boden ruhen, um dann bei den passenden klimatischen Bedingungen auszutreiben.

Damit die zarten Pflänzchen nicht gleich wieder abgefressen werden, schützt sie ein Maschenzaun.

Obwohl dem Lotus pyranthus die Höhenlage von 1.30 bis 1.450 m im feuchten Kiefernwald gut bekommt, findet man ihn auch in einigen Gärten.

Diese Pflanzen stammen hoffentlich aus dem Vivero Insular de Flora Autóctona  in Puntallana. Dort werden einheimische Pflanzen gezüchtet, um zum Erhalt der Biodiversität beizutragen.

Sie können direkt in der Baumschule erworben werden (Zahlung nur mit Kreditkarte) oder sie werden z. B. in Aktionen mit Schulkindern ausgepflanzt.

Das soll auch zur Förderung des Bewusstseins der Bevölkerung für den Wert der einheimischen Fora beitragen.

Bitte beachten: Fotografieren Sie soviel Sie möchten, doch bitte ohne den wunderschönen Pico de Fuego zu verletzen.

Das Aus- oder Abreißen von Pflanzenteilen einschl. der Samen ist natürlich verboten!

Text & Fotos: Ines Dietrich

 

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