Die Tajinasten der Berge

13. Mai 2015

Unübersehbare Blütenstände

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"tajinaste", "pininana"

 

Bergnatternkopf

Echium pininana, Echium wildpretii ssp. trichosiphon 

 

Die roten Riesenstauden im Gebirge entfaltet sich nur einmal — der Aufbau des Stamms mit seinen unzähligen Blüten kostet sie viel Kraft; der blaublütige Natternkopf ist ein La Palma Endemit und einzigartig auf dieser Welt.

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Auf den Kanarischen Inseln gehören die Natternköpfe zu den bekanntesten Pflanzen des Hochgebirges

tajinaste-natternkopf-echium-la-palma-groessenvergleichInteressant ist, dass sich auf den verschiedenen Inseln jeweils endemische Unterarten gebildet haben.

Ihre nächsten Verwandten finden wir in Südafrika.

Im Gegensatz zu den Tajinasten der Küste, die als verholzende mehrjährige Büsche vorkommen, blühen die Riesenstauden nur einmal.

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Ab Mai verwandeln sie erst die hoch gelegenen Zonen der Caldera de Taburiente und dann gemeinsam mit dem Ginster, dem Codeso, dem La Palma-Veilchen und dem Teide-Lack das palmerische Hochgebirge in eine bunte Frühlingslandschaft.

Blau - Echium pininana

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Die blaublütige „pininana“ von La Palma ist einzigartig auf der Welt.

Sie schiebt ihre gesamte Blattrosette an einem Stamm empor. Echium pininana mag lichte Stellen des Lorbeerwaldes.

Einige Exemplare von ihr stehen im Park La Laguna von Barlovento.

Rot, rosa - Echium wildpretii

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Auf La Palma kann man sie bereits bei der Anfahrt zum Roque de Los Muchachos in den Kiefernwäldern sehen.

Die viel fotografierte Echium wildpretii kommt auch auf Teneriffa vor. Dort beschränkt sie sich jedoch auf die höchsten Gebirgszonen des Teide oberhalb der Baumgrenze.

Sie fällt nicht nur durch ihre roten oder rosa Blüten, sondern vor allem durch ihre Größe auf. Auch von ihr gibt es eine endemisch palmerische Unterart die Echium wildpretii ssp. trichosiphon.

Um ihre mächtige Blütenkerze von bis zu 3 m emporzuschieben, braucht eine Tajinaste viel Kraft.

So benötigt die unverzweigte Blattrosette mehrere Jahre zum Wachsen und erst dann öffnen sich viele Tausende kleine Blüten.

Typisch sind die weit herausschauenden Staubblätter und der gespaltene Griffel, der an die Zunge einer Schlange erinnert. Jetzt erscheinen Hummeln, Bienen, Schmetterlinge und manchmal auch Eidechsen, um sich am Nektar zu laben.

Da die Vermehrung für Natternköpfe bei den Wintern mit Frost und Schnee und der intensiven Sonneneinstrahlung im Sommer extrem schwierig ist, setzt jede Pflanze ihre ganzen Reserven ein, um möglichst viele Samen zu produzieren.

Anschließend stirbt sie ab und nur ihr „Gerippe“ erinnert an die ungewöhnliche Blütenpracht.

Beide endemische Natternkopfarten von La Palma sind als wichtige Spezies für das kanarische Ökosystem geschützt

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tajinaste-echium-wildpretii-la-palma-natternkoepfe-bergeRegelmäßig werden sie gemeinsam mit weiteren bedrohten Arten von Schulkindern in Pflanzaktionen in Zusammenarbeit mit der Umweltbehörde gesät bzw. gepflanzt.

Teilweise werden diese wunderschönen Tajinasten-Arten auf La Palma in Gärten gepflanzt, wo ihnen aber manchmal das warme Klima nicht gefällt und sie sich schwer tun.

In den botanischen Gärten Europas sind sie ebenfalls zu bewundern.

Tajinasten an der Küste und in den mittleren Höhenlagen

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"tajinaste"
Natternkopf
Echium

Wenn im Frühjahr dieses Raubblattgewächs an Berg und Küste blüht, dann erfreuen sich nicht nur Schmetterlinge und Bienen daran.

 

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Dank des milden Klimas gedeihen auf der „Isla Bonita“, der Schönen Insel, auch allerlei Zierpflanzen, reichlich Gemüse und viele exotische Früchte.

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