Papaya

7. März 2018

Die Frucht des Melonenbaums

"papaya"

 

Papaya
Carica papaya 

 

Die Papayapflanze ist tatsächlich gar kein Baum und die Früchte erinnern nur entfernt an Melonen. Sie sind kalorienarm, sehr schmackhaft, enthalten u. a. das wertvolle Enzym Papain, die Vitamine A, C, E, verschiedene Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Kalzium und viele Spurenelemente.

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Nicht nur schmackhaft, sondern supergesund

Die vermutlich aus Zentralamerika stammende Papaya weckte schon früh das Interesse spanischer Seefahrer, die auch zu deren Verbreitung beitrugen.

Heute wird sie u.a. in den tropischen und subtropischen Breiten von Amerikas Afrika, Australien, Indien und auf den Kanarischen Inseln angebaut.

Je nach Sorte kann der mehrjährige Papayabaum 2–10m hoch werden, dabei werden die niedrigen Varietäten bevorzugt.

Ein echter Baum ist der "papayero" (so wird die Pflanze u. a. auf La Palma genannt) jedoch nicht. Er ist ein Melonenbaumgewächs, dessen Stamm weich bleibt. Man bezeichnet ihn deshalb auch als baumförmiges Kraut. 

Der "papayero" ist schnellwüchsig, mag gut dränierten Boden, Temperaturen über 20°C und Sonne. Frost, Staunässe und starken Wind verträgt er nicht.

Seine Lebensdauer beträgt zwischen 3 und 5 Jahren.

Auf La Palma entdeckt man die Pflanzen
bisweilen an den Rändern von Bananenplantagen und in Privatgärten

Der Melonenbaum bildet normalerweise nur einen Stamm, an dessen oberen Ende die langstieligen, bis zu 1 m breiten Blätter wie ein Schopf angeordnet sind.

Verzweigungen entstehen nur, wenn der Stamm beschädigt wird. Die handförmig gelappten Blätter werden abgeworfen, wobei sie Narben am Stamm zurücklassen.

Vorsicht mit dem Milchsaft, der beim Abreißen eines Blattes austritt, er ist gefährlich für die Augen.

Es gibt männliche, weibliche oder zwittrige Triebe.

Die männlichen Blüten sitzen an einem längeren Stiel, die weiblichen dicht am Stamm. Beide sind gelblich-weiß und haben einen zarten Duft, der die Bienen anlockt. 

Hochsaison der länglichen Früchte, deren Form ein bisschen an eine Melone erinnert, ist auf La Palma im Sommer und im Spätherbst/Winter.

Die dünne Schale der ursprünglich grünen Frucht färbt sich je nach Reifegrad und Sorte über gelblich bis orange.

Je nach Sorte kann eine Papaya 500 g oder 5 kg wiegen.

Das Fruchtfleisch einer reifen Papaya ist je nach Varietät gelblich-orange bis orange-rötlich. Es ist weich, schmeckt saftig, mild und süß. 

Erfreulicherweise hat die Baummelone sehr wenig Kalorien und viele Nährstoffe!

Das verdauungsfördernde Enzym Papain kommt nur in der Papaya vor.

Es hilft Proteine leichter zu verdauen, was besonders nach einer üppigen Fleischmahlzeit guttut. Außerdem ist sie reich an Vitamin C, enthält Vitamin A, E und Vertreter der B-Gruppe, Carotinoide, Phosphor, Kalium, Kalzium und noch einiges mehr.

Der hohe Basengehalt hilft, die Übersäuerung des Organismus zu regulieren. Viele Indigene Völker verwenden praktisch alle Teile der Papayapflanze - nicht nur als Lebensmittel, sondern auch zum Heilen.  

Man kann Papaya täglich zu sich nehmen, indem man sie einfach schält, die Kerne entfernt und das Fruchtfleisch (vielleicht mit etwas Zitrone) genießt.

Oder als Saft, Milchshake, in Salaten, zu Schinken, in Nachspeisen, Joghurt oder Eis – nur für Geleespeisen ist sie durch die Eiweiß spaltende Wirkung nicht geeignet. Belegt man Fleisch vor der Zubereitung für einige Stunden mit Papayastreifen (man kann auch die frische Schale einer Bio-Papaya dafür"recyceln") wird es besonders zart. 

Unreife Früchte sind hart, nicht sehr schmackhaft (eher bitter) und sollten wegen des hohen Papainanteils nicht roh verzehrt werden.

Je nach Sorte gibt es Papayas mit vielen oder wenig Samen. Sie sind von einer gallertartigen Hülle umgeben und bei reifen Früchten fast schwarz. Sie schmecken pfeffrig und können als Gewürz verwendet werden.  

Papayas reifen nicht gut nach – also lieber gleich essfertig kaufen!

Die Haut sollte intakt sein und die Frucht auf leichten Druck nachgeben (nicht matschig weich).

Optimal ist es auch wenn drei Viertel der Papaya schon gelb/orange gefärbt sind und die Papaya noch fest ist. Dann kann sie wenige Tage später verzehrt werden. 

Unreife Papayas sollten wegen des hohen Papainanteils nicht roh verzehrt werden, man kann sie wie Gemüse oder als Eintopf zubereiten.

Die Vermehrung erfolgt per Samen. 

Text & Fotos: Ines Dietrich

 

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