Mähnenspringer

28. Juli 2016

Die zu den Ziegenartigen gehörenden Tiere stammen aus dem nördlichen Afrika

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„arruí“

 

Mähnenspringer / Berberschaf / Aoudad

Ammotragus lervia

 

Schaf oder Ziege, das ist hier die Frage. Die muskulösen Tiere wurden zur Bejagung eingeführt und leben versteckt an schwer zugänglichen Stellen der Insel. 

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 Auf La Palma wurde das Arruí 1971 als Jagdbeute eingeführt

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Das geschah durch “ICONA”, das damalige Instituto para la Conservación de la Naturaleza (= Naturschutzinstitut).

Inzwischen existiert dieses nicht mehr, die Nachfolger der Mähnenspringer dagegen schon.

Ein männliches Tier kann eine Körperhöhe von bis zu 1 m erreichen, die Länge zwischen Kopf und Rumpf liegt bei ca. 1,50 m.

Ein ausgewachsener Bock kann bis zu 140 kg wiegen. Der mehr oder weniger langen Mähne, die von der Kehle über die Brust bis zu den Vorderbeinen reicht, verdankt der Mähnenspringer seinen Namen.

Die Weibchen mit ihren 40 - 55 kg sind wesentlich kleiner.

Beide Geschlechter tragen Hörner, die sich nach hinten krümmen. Die Fellfarbe variiert von hellbeige über rötlich mit dunklen Flecken. Das Kinn ist immer weiss.

Das unwegsame, bergige Gelände auf La Palma macht den Arruís nichts aus. Sie sind hervorragende Kletterer und an trockene, wüstenartige Regionen gewöhnt.

Zu Gesicht bekommt man die dämmerungsaktiven Arruís selten

calderaSie sind sehr scheu und können sich ausser durch Wegrennen auch durch bewegloses Verharren tarnen.

Mit Glück kann man sie in den hoch gelegenen Wäldern von Garafía und in der Nähe der Caldera de Taburiente ausmachen.

Mähnenspringer können sich zu jeder Jahrszeit paaren.

Die Tragzeit beträgt ca. 160 Tage und die Jungtiere können bald nach der Geburt klettern.

Auf dem Spreisezettel der Arruís stehen Gräser und Blätter

Arrui

Dabei vertilgen sie leider auch die endemischen Pflanzen der Insel, weswegen die Tiere weiterhin bejagt werden — manche möchten sie auf La Palma sogar ganz ausrotten.

Die sogenannte „caza mayor“ (Grosswildjagd) findet von Anfang Juli bis in den November hinein statt. Dabei ist das unwegsame Gelände der beste Schutz vor den Jägern.

 

Laut der Weltnaturschutzunion IUCN gehört das Arruí zu den gefährdeten Tierarten (Rote Liste: VULNERABLE). 

 

 

Fotos: Arrauís von Claudia Gehrke (Konkursbuchverlag aus „Geheimnisse der Insel La Palma) , Uka Rösch

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, ist die palmerische Tierwelt äusserst artenreich.

Teilweise haben sich endemische Unterarten entwickelt, die nur auf den Kanaren und einige davon nur auf einer bestimmten Insel und sogar in ganz eingeschränktem Gebiet vorkommen. 

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