Monarchfalter auf La Palma

22. Mai 2015

Hilfe zur Arterhaltung

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"monarca"

 

Monarchfalter

Danaus plexippus

 

Der vom Aussterben bedrohte Monarchfalter exisitiert schon seit Millionen von Jahren, er benötigt zum Überleben die Seidenpflanze (Asclepia), von der er sich ernährt — auf La Palma findet er hervorragende Klimabedingungen.

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Danaus plexippus

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Der größte auf den Kanarischen Inseln vorkommende Schmetter-ling ist der prächtige Amerikanische Monarch (Danaus plexippus).

Monarchfalter existieren seit Millionen von Jahren. Vermutlich stammen sie aus den Bergen und Tälern Mexikos und Zentral-amerikas und kamen im Laufe der Zeit in die wärmeren Regionen des Nordens.

Auf der Suche nach der Seidenpflanze, Asclepia, die sie zur Aufzucht ihrer Raupen benötigen gelangten sie sogar nach Kanada.

Das Naturwunder der großen Reise

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Gegen Ende des Sommers vollzieht sich dann in Nordamerika das fantastische Schauspiel der großen Wanderung.

Millionen von Monarchfaltern brechen in riesigen Schwärmen zu ihren Überwinterungsplätzen in Mexiko auf.

Der kanadische Schmetterlings-forscher Fred Urquhart begann 1938 mit der Suche nach diesen Winterquartieren.

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Fast 40 Jahre vergingen, in denen er mithilfe seiner Frau und Tausenden von freiwilligen Helfern die Falter mit Markierungen versah und Ausschau hielt. Im Jahr 1975 endlich fanden sich die Falter in der Sierra Nevada von Mexiko wieder.

Sie hingen in über 3000 m Höhe als riesige Kolonien an Oyameles-Tannen. Viele hatten mehr als 3000 und sogar 4000 km zurückgelegt!

Im Februar, wenn die Temperaturen wieder steigen, erwachen die Monarchfalter aus der Winterruhe.

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Sie paaren sich und starten in orangefarbenen Wolken zur Rückkehr gen Norden. Diese Reise erfolgt in Generationen, denn normalerweise sterben die Falter nach 2 bis 6 Wochen.

Nur die im Sommer zuletzt geschlüpften unternehmen die große Wanderung. So erreichen Jungfalter auf rätselhafte Weise, die nie gekannten Geburtsorte ihrer Vorfahren.

Monarchfalter in Gefahr

In den letzten Jahren ist die Zahl der Monarchfalter dramatisch zurückgegangen.

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In ihrer amerikanischen Heimat verschwinden immer mehr der für sie überlebenswichtigen wild wachsenden Seidenpflanzen. Dort legen sie ihre Eier ab und nur ihre Blätter werden von den Raupen gefressen.

Illegale Abholzungen der Oyamel-Tannen in Mexiko, der Einsatz von Pestiziden und intensive Monokulturen gefährden das Überleben der wunderschönen Edelfalter.

Die „Internationale Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“ (UICN) schätzt die Wanderung der Monarchfalter als vom Aussterben bedroht ein.

Aber wie können wir helfen? Indem wir dem Individuum, dem einzelnen Schmetterling, einen Lebensraum bieten.

Monarchfalter-Kolonien existieren auch in Australien und Neuseeland. In Europa finden wir sie auf den Azoren, Madeira, Westeuropa und den Kanarischen Inseln.

Was tut sich auf La Palma?

Auf La Palma können Sie den großen Monarchen praktisch ganzjährig sehen.

Von Mai bis November ist er auf der ganzen Insel unterwegs und in den Wintermonaten hält er sich im warmen Süden auf. Dann segelt er anmutig durch Santa Cruz, Puerto Naos oder Tazacorte.

Inzwischen gibt es auf der Insel zahlreiche Schmetterlingsfreunde, in deren Gärten Asclepias gedeihen – dort vollzieht sich der gesamte Zyklus der Falter.

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Das Weibchen, von Farbe und Geruch der Pflanzen angelockt, legt zahlreiche Eier an der Blattunterseite ab.

Daraus schlüpfen nach 4-7 Tagen winzige Raupen. Wenn diese sich ein kleines Polster angefressen haben, nicht nur Futter, sondern auch eine kleine Dosis Pflanzengift, die sie vor vielen natürlichen Feinden schützt, kriechen sie auf die Oberseite des Blattes.

Jetzt ist ihr Appetit nicht mehr zu stoppen.

In den folgenden 9-16 Tagen wird die schwarz-weiss-gelb geringelte Raupe sich viermal häuten.

Ihre Futterpflanze wird immer kahler und manchmal fressen sie sogar die Stängel. Der Schmetterlingsfreund sollte nun möglichst für neue Seidenpflanzen sorgen, damit sie nicht verhungern und die Weibchen weiterhin Eier legen können.

monarchfalter-mariposa-monarca-danaus-plexippus-raupe-in-j-haltungWenn die Raupe ungefähr 6 cm groß ist, sucht sie sich einen Platz zum Verpuppen.

Das kann an der gleichen Pflanze, unter einem Tisch oder an einem Grashalm passieren.

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Dazu hängt sie sich kopfüber in J-Form mit einem seidenähnlichen Faden auf. In dieser Stellung verharrt sie 12 bis 16 Stunden, um sich dann zum letzten Mal von ihrer Haut zu trennen.

Sie verwandelt sich in eine hübsche grüne Puppe mit schillernden Goldpunkten.

Nach und nach wird ihre Hülle dunkler und durchscheinender.

Ungefähr 8-13 Tage später lässt sich bereits das Orange und Schwarz der Flügel erkennen. Je nach Witterung sind 4-7 sieben Wochen vergangen und der fertige Schmetterling schlüpft aus seiner Hülle.

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Jetzt braucht der Monarchfalter Zeit, um seine empfindlichen Flügel zu strecken und zu trocknen, bevor er seinen ersten Flug antritt. Er kann eine Spannweite von 12 cm erreichen und wiegt weniger als 1 Gramm.

Am großen Zug nach Mexiko wird er nicht teilnehmen, aber auf La Palma findet er alles, was er braucht – wenn wir ihm helfen.

Ferienhaus Casa Monarca in Las Manchas

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casa_monarca_tumbonasEin wunderbares Beispiel für das Leben mit Monarchfaltern ist das Ferienhaus Casa Monarca in Las Manchas auf der Westseite von La Palma.

In dem 100% nachhaltig konzipierten, Energie-autarkem Haus können Sie miterleben, wie die Schmetterlinge die Seiden-pflanzen im Garten besuchen.

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Das freistehende, ökologische Ferienhaus für 2 Personen (+Baby) mit 1 Schlafzimmer befindet sich auf einem 3.500 m² großen Grundstück mit Obstgärten.

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Die Stromversorgung wird vollständig von Solar- und Windenergie gedeckt.

Die Inneneinrichtung mit einem sehr gemütlichen Wohnbereich, einem Kamin sowie einer separaten Küche ist sehr komfortabel und heimelig.

Die Panoramasicht auf den Atlantik und die Berge ist wunderschön.

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Die Fauna der Kanareninsel La Palma

Die Tierwelt der isla bonita Mehr dazu...

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, ist die palmerische Tierwelt äusserst artenreich.

Teilweise haben sich endemische Unterarten entwickelt, die nur auf den Kanaren und einige davon nur auf einer bestimmten Insel und sogar in ganz eingeschränktem Gebiet vorkommen. 

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    Eine umfassende und fesselnde Beschreibung, versehen mit tollen Bildern. Vielen Dank.