Die Kanarische Erdhummel

5. Juni 2015

Abejorro

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"abejorro"

 

Kanarische Erdhummel

Bombus canariensis 

 

Friedlich, fleissig und etwas vergesslich ist die Hummel auf der ganzen Insel unterwegs, wenn sie sich aber bedroht fühlt, dann kann sie sogar mehrmals zustechen — sie ist eine geschützte Spezies des kanarischen Ökosystems.

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Bombus canariensis

Neben den Bienen sind es auf La Palma die wilden Kanarischen Erdhummeln, die viele der Blüten bestäuben.

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Die endemisch kanarische Art Bombus canariensis kommt nur auf den Zentral- und Westinseln vor. Auf La Palma findet man das fleißige Insekt von der Küste bis hinauf in die Berge.

Abejorro del culo blanco ist eng mit der Dunklen Erdhummel verwand, unterscheidet sich aber sofort durch den weißen hinteren Bereich am Abdomen. Der Rest ihres Körpers ist schwarz.

Arbeiterinnen erreichen eine Größe von 14-16 mm, Königinnen 20-23 mm und die Männchen 15-17 mm.

Die männlichen Hummeln unterscheiden sich außerdem durch einen feinen rötlichen Streifen im Nacken.

Die Kanarische Erdhummel ist sehr friedlich

Nur bei größter Bedrohung stechen die weiblichen Tiere zu.

Das können sie allerdings, anders als die Bienen, mehrmals. Die männlichen Tiere sind absolut harmlos.

Unermüdlich fliegen die Hummeln von Blüte zu Blüte.

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Auf ihrem Speiseplan in freier Wildbahn stehen Tajinasten, Asphaltklee, Disteln, Ginster und Salbei ganz oben. Doch sie bestäuben auch Blumen und Nutzpflanzen.

Gerade diese nützliche Eigenschaft hat sie aber auch durch den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft in Gefahr gebracht.

Hummeln sind effektiver bei der Bestäubung von Tomaten als Bienen.

So wurden wild lebende Tiere gefangen und z. B. nach Holland ausgeführt, um in den Gewächshäusern zu „arbeiten“. Das Gesetz schob dem einen Riegel vor, doch dann wurden andere Hummelarten aus Chile oder Australien auf den Kanaren eingeführt. Tomaten, Auberginen und Paprika bringen mehr Ertrag als bei der Bestäubung durch Bienen.

Die Kanarische Erdhummel wurde als Spezie mit Interesse für das kanarische Ökosystem im Catálogo de Especies Protegidas aufgenommen.

Tatsächlich sieht man auf La Palma bedeutend weniger abejorros. Honigbienen und eingeführte Hummeln konkurrieren mit ihnen um die Nektarquellen.

Zum Glück sind die Hummeln auch an kühleren, wolkigen und windigen Tagen unterwegs und haben dadurch einen kleinen Vorteil. In Sachen Erinnerung, wann welche Nektarquellen wo zur Verfügung stehen, ziehen sie im Vergleich zu den Bienen nämlich den kürzeren.

Fotos: Ines Dietrich

Die Fauna der Kanareninsel La Palma

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Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint, ist die palmerische Tierwelt äusserst artenreich.

Teilweise haben sich endemische Unterarten entwickelt, die nur auf den Kanaren und einige davon nur auf einer bestimmten Insel und sogar in ganz eingeschränktem Gebiet vorkommen. 

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